Fastned auf dem Weg zur Geschlechterparität: Frauen stellen inzwischen 42,5% der Belegschaft
Frauen machen heute 42,5% der Fastned-Belegschaft aus. Auf dem Weg zur angestrebten 50%-Marke bis 2030 übernehmen sie bei Fastned zunehmend Schlüsselrollen: Sie führen Länderorganisationen, entwickeln das europäische Schnellladenetzwerk weiter und treiben technische wie kommerzielle Innovationen voran.
Von Zahlen zu Verantwortung - auch dort, wo Frauen selten sind
Der Anstieg zeigt sich nicht nur in klassischen Office-Funktionen, sondern gerade in Bereichen, in denen Frauen traditionell stark unterrepräsentiert sind.
Im Bereich Bau - einem Marktumfeld, in dem Frauen insgesamt nur rund 10% der Rollen besetzen - liegt der Frauenanteil bei Fastned inzwischen bei knapp 34%. Noch deutlicher ist die Abweichung in der Softwareentwicklung: Während der Branchendurchschnitt bei 11% liegt, erreicht Fastned 24,5% weibliche Repräsentanz - und damit mehr als das Doppelte des Marktniveaus.
Diese Entwicklung ist Ergebnis einer gezielten Strategie, Frauen in zentralen Funktionen einzustellen, zu fördern und in Führungsverantwortung zu bringen. Caro De Brouwer, Network Development Director, beschreibt die Veränderung in den Teams, die Fastneds Stationen planen und realisieren:
Wenn man in unsere Netzwerkentwicklung und Projektteams schaut, sieht man Frauen, die Verhandlungen führen, komplexe Prozesse koordinieren und technische Entscheidungen mitprägen, die unsere Stationen am Ende ausmachen. Gerade in Feldern wie Bau und Software, in denen Frauen oft noch die Ausnahme sind, sendet diese Sichtbarkeit ein klares Signal: Ihre Perspektive am Tisch ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende.
Führung, die das Unternehmen widerspiegelt
Auch in den Führungsgremien spiegelt sich der Wandel wider: Frauen besetzen aktuell rund ein Drittel der Positionen im Executive Team, rund ein Drittel im Management Board, die Hälfte der Sitze im Supervisory Board (das von einer Frau geleitet wird) sowie ein Drittel der Sitze im Vorstand der FAST Shareholders’ Foundation. Seit mehreren Jahren verfolgt Fastned hierfür einen formalen Zielwert von mindestens 30% Frauen in diesen zentralen Governance-Gremien - und arbeitet daran, dieses Niveau zu stabilisieren und auszubauen.
Linda Boll ordnet den Anspruch des Unternehmens pragmatisch ein:
42,5% sind kein Symbolwert, sondern das Ergebnis konsequenter Entscheidungen: Wen wir einstellen, wen wir entwickeln und wer Verantwortung bekommt. Unser Ziel ist 50/50 bis 2030 - und das erreichen wir nur, wenn Bezahlung, Karrierepfade und Vereinbarkeit so gestaltet sind, dass Frauen hier selbstverständlich führen, bauen und entwickeln können.
Fastneds Engagement für inklusive Führung wird auch extern anerkannt - unter anderem durch eine Deloitte-Auszeichnung für diverse und inklusive Führung sowie durch die B-Corp-Zertifizierung, die hohe Standards in Unternehmensführung, Mitarbeitendenthemen und Umweltwirkung bestätigt.
Strukturelle Maßnahmen statt Einzelinitiativen
Der Fortschritt bei Fastned basiert auf einer Reihe praktischer, struktureller Entscheidungen - nicht auf einer einzelnen Maßnahme. Klare Erwartungen an Frauenanteile in Führungspositionen geben die Richtung vor. Regelmäßige Überprüfungen von Vergütung und Personalrichtlinien stellen sicher, dass Gehalt, Elternzeit und Flexibilität gleiche Chancen unterstützen. Zudem hat Fastned Gehaltsrahmen und Karrierepfade transparenter gemacht, um Entwicklung im Unternehmen nachvollziehbarer zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist, Männer aktiv in die Veränderung einzubinden - durch Sensibilisierung und die klare Erwartung, Gleichstellung im Teamalltag mitzutragen: von inklusiven Recruiting- und Entwicklungsgesprächen bis hin zum konsequenten Ansprechen von Bias. Ziel ist ein Umfeld, in dem alle wachsen können - und Frauen erfolgreich sein können, ohne sich anpassen zu müssen, um dazuzugehören.
Engagement über das Unternehmen hinaus
Fastned versteht den Aufbau von Vielfalt in der Elektromobilität als Aufgabe, die über die eigenen Unternehmensgrenzen hinausgeht. Kürzlich wurde das Unternehmen Gründungspartnerin des Global Women in EV Day - einem globalen, jährlich stattfindenden Anlass (initiiert aus dem Vereinigten Königreich), der Frauen in der Elektromobilität sichtbar macht, stärkt und vernetzt. Durch die Unterstützung will Fastned dazu beitragen, dass mehr Frauen in die Branche einsteigen und sich langfristig entwickeln können.
Ausblick
Frauen führen bei Fastned heute Märkte, entwickeln das Netzwerk und bauen die Systeme, die elektrische Mobilität in Europa im Alltag möglich machen. Der nächste Schritt ist, dieses Niveau an Repräsentanz dauerhaft zur Normalität zu machen - im Unternehmen, in der Branche und darüber hinaus.
Fastned beobachtet seit Jahren, dass Teams mit gemischten Geschlechtern, Nationalitäten und Hintergründen mehr Perspektiven zusammenbringen, Annahmen früher hinterfragen und ausgewogenere Entscheidungen treffen - insbesondere in komplexen Infrastrukturprojekten und in grenzüberschreitenden Organisationen. Dass Fastned die Marke von 42,5% überschritten hat, zeigt: Klare Ziele, überprüfbare Standards und ein konsequenter Blick auf Strukturen können nachhaltig verändern, wer die Energiewende mitgestaltet. Jetzt liegt der Fokus darauf, diesen Fortschritt zu sichern - und in der gesamten Organisation weiter zu verankern.